Freie Trauung

Die Freie Trauungszeremonie gehört inzwischen in vielen Ländern und Kulturen zu einer beliebten Möglichkeit, individuell und an keine Richtlinien gebunden zu Heiraten. Dennoch können viele Brautpaare mit dem Begriff der "Freien Trauung" noch nichts anfangen.

 

Sinan Huemer, Freier Trauungsredner bei "Sprich für mich" formuliert es sehr treffend und zeigt viele Möglichkeiten auf:

Die wohl erste Frage die man mir stellt, ist eigentlich immer „Was ist denn das, eine freie Trauung?“ Die Antwort auf diese Frage ist gleichermaßen einfach, wie sie umfassend ist. Eine freie Trauung ist eine Hochzeits-Zeremonie die abgehalten wird, ohne die Einflüsse von Religion, Staat oder Traditionen die (und jetzt folgt ein wichtiger Punkt) man nicht mit sich selbst Identifiziert.

 

Denn eine freie Trauung durch eine Traurednerin oder einen Trauredner lässt sich am besten mit dem Begriff des „Wunschkonzerts“ beschreiben. Hierbei richtet sich die jeweilige Rednerin oder Redner nämlich ganz nach euren Vorstellungen und Wünschen. Wenn es alte Hochzeitstraditionen gibt, mit denen ihr euch nicht identifiziert oder die euch einfach noch nie gefallen haben, so habt ihr jedes Recht zu sagen, dass ihr dies nicht wünscht und anstelle dessen eure eigene Form der Zeremonie wählen wollt.

 

Das Selbe gilt für den gesprochenen Text. Wo bei traditionelleren Hochzeiten im Allgemeinen doch wiederholt die Gleichen oder zumindest ähnliche Passagen aus Büchern/Gedichten/heiligen Schriften rezitiert und vorgelesen werden, liegt bei einer freien Trauung eure Geschichte im Vordergrund. Hier soll erzählt werden wie ihr euch kennengelernt habt, euch verliebt habt und letztlich beschlossen habt den Rest eures Weges zusammen zu gehen.

 

Eurer Fantasie sind bei so einer Form der Zeremonie keine Grenzen gesetzt. Kreativ und individuell zu heiraten ist ohne weiteres möglich. Motto-Hochzeiten (zu euren liebsten Hobbys, Filmen, SportThemen), stilvolle Outfits oder gar Kostüme einer bestimmten Ära (Ihr wollt eine Rockabilly Hochzeit, so lasst alle Gäste in Lederjacken und Pünktchen-Kleidern erscheinen). Es ist euer großer Tag und da sollten eure Träume und Vorstellungen oberste Priorität sein. Und lasst euch gesagt sein, es gibt für jede Idee, jeden Stil und jede noch so ausgefallene Motto-Hochzeit, die richtige Rednerin oder den richtigen Redner da draußen.

 

Ein letzter Punkt noch welchen ich betonen möchte; Die Frage die stets als zweite folgt ist mitunter die wichtigste. „Gilt das dann wie beim Standesamt? Sind wir dann rechtlich verheiratet?“ Die Antwort ist leider, Nein. Die freie Trauung hat in etwa den selben rechtlichen Wert wie die Trauung in der Kirche oder Glaubensgemeinschaft. Es dient der schönen Zeremonie und dem Segen, ist für den Staat aber nicht rechtsgültig da kein Beamter es beglaubigen kann. Man muss also trotzdem, am Tag der Hochzeit vormittags, am Vortag oder gar eine Woche vorher (zeitlich völlig egal wann) zu einem Standesamt und dort vor den Augen eines Standesbeamten die Heiratsurkunde unterzeichnen. Dies hat einen rein staatlich-rechtlichen Hintergrund und muss in keiner Weise zeremoniell ablaufen. Seit einigen Jahren ist selbst die Anwesenheit der Trauzeugen nicht mehr notwendig. 

 

Ihr könnt diesen Schritt also in aller Ruhe alleine erledigen. Danach fahrt ihr zu eure Festtags-Location, wo eure Gäste vermutlich auch bald eintrudeln werden, zieht euch in aller Ruhe um und eure Traurednerin oder Trauredner kümmert sich dann darum, dass alle Gäste vor Freude lachen, weinen und den Tag mit euch genießen. 

 

Mit herzlichen Grüßen Sinan Huemer

Sprich für mich

https://www.sprichfuermich.at

 


Vielen Dank Sinan!

Harald Winkler von perfektheiraten